Design Hochschulen

Als Dozent bin ich in Design-Hochschulen aktiv und sensibilisiere Studierende, in designökonomischen und designpolitschen Fragen

Seit mehr als zehn Jahren engagiere ich mich in der Lehre. Meine Erfahrungen daraus habe ich in dem Buch Erfolgreich als Designer – Designzukunft denken und gestalten verwandt und – mit meinem Co-Autor Prof. Michael B. Hardt – die »Designausbildung der Zukunft« und die »Designweiterbildung der Zukunft« (Kapitel 15 und 16) aus unserer Sicht beschrieben. Daraus ist auch ein Beitrag zur Designbildung auf meiner Instituts-Website unternehmendesign.de entstanden.

Für mich ist die wesentliche Erfahrung aus meiner Lehrtätigkeit und meinem Coaching, dass Design-Studierende einerseits ihre persönlichen Fähigkeit nur bedingt richtig einschätzen können und andererseits wenig Vorstellung von der beruflichen und unternehmerischen Realität ihres zukünftigen Berufs (und dessen Perspektiven und Chancen) haben. Dieses Spannungsverhältnis beschäftigt mich bereits seit vielen Jahren und ist Grund für mein großes Interesse an der Aus- und Fortbildung von Designern.

Dies hat mich auch zum »wissenschaftlichen« Selbststudium gebracht, in dem ich meine praktischen Erfahrungen theoretisch untermauere. Das Verfassen meiner Bücher (und auch meiner Kritiken und Rezensionen auf meiner Instituts-Website unternehmendesign.de) dient insbesondere dem Selbstverständnis und gibt mir die Möglichkeit, mich voll und ganz auf meine Klienten / Studenten zu konzentrieren. Ich wende daher in Referaten und Workshops (mit kleinen und auch großen Gruppen) methodisch den sogenannten »Sokratischen Dialog« an (einer ursprünglich philosophischen Unterrichtsmethode), die zu eigenverantwortlichem Denken, zur Reflexion und Selbstbestimmung anleitet.

Ein mir persönlich wichtig erscheinender Aspekt ist, den Studierenden die Relevanz der Gestaltung von Artefakten im perspektivischen Verhältnis zu Mentefakten und Soziofakten (im Sinne der Kultur-Definition nach Roland Posner) deutlich zu machen. Hintergrund sind die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit und der Paradigmenwechsel im globalen Wettbewerb vom Gestaltungs- zum Identitätswettbewerb. Ein weiterer Aspekt ist die Kooperation – also die Form der Zusammenarbeit –, die es Designern möglich macht, trotz bzw. gerade wegen charakterlicher Differenzen produktiv kreative Prozesse zu bewältigen.

Meine Arbeit ist daher nondirektiv (beeinflusst durch psychoanalytische Methoden) und schafft für Studierende einen Denkraum, in dem sie sich frei bewegen können, ohne in die Gefahr zu laufen, den Halt zu verlieren. Es ist in erster Linie eine Orientierungshilfe, die ich anbiete.

Zu meinen einzelnen Aktivitäten in Design Hochschulen mehr auf den folgenden Seiten.


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