Joachim Kobuss

Geboren bin ich 1954 in Waldenburg (an den Ausläufern des Erzgebirges, Sachsen) und aufgewachsen in Bochum (Ruhrgebiet, NRW). In der Lehre zum Einzelhandelskaufmann kam ich erstmals mit Architekten, Designern und Künstlern in Berührung. Durch die anschließende Berufspraxis eignete ich mir den Umgang mit den Arbeitsmitteln kreativer Gestalter an. In meiner Bundeswehrzeit lernte ich hierarchische Strukturen und deren Dirigismus kennen und ablehnen.

Danach (1975) konzentrierte ich mich auf die Entwicklung meiner beruflichen Perspektiven. Experimentierfreudig lotete ich erste unternehmerische Aktivitäten und Freiheiten aus. Der wirtschaftliche Erfolg für mich und meine Freunde war mäßig, dafür aber voll von wertvollen Erfahrungen durch erste Kooperationen mit Architekten, Designern und Künstlern. Aus wirtschaftlichen Gründen und der beruflichen Qualifikation wegen nahm ich Anstellungen im Handel für Büro- und Objekteinrichtungen an. Ich vertiefte meine Kenntnisse über designorientierte Produkte und Unternehmen. Mit Erfolg. Ich wollte in die Industrie und ging zu einem der weltweit designführenden Hersteller in der Möbelbranche (Wilkhahn). Dort lernte ich kollegiale und kooperative Formen der Zusammenarbeit mit Architekten, Designern und Künstlern und auch, was unternehmerische Verantwortung bedeutet.
 
Das führte mich (1996) in die Selbständigkeit als Berater für Design- und Marketingmanagement. Angespornt durch einen Lehrauftrag an der Fachhochschule Düsseldorf, betrieb ich nebenberuflich ein betriebswirtschaftliches Fernstudium. Ich beendete es ohne Abschluss. Für meine berufliche Praxis sah ich keinen wesentlichen Nutzen und mein Selbststudium war viel effektiver. Ich nutzte regelmässig und intensiv praktische Weiterbildungsmöglichkeiten und lernte durch Seminare, Symposien und Workshops das Handwerk der Moderatoren und Referenten. Meine beratende Tätigkeit brachte mich zu einer unternehmerischen Beteiligung in der Möbelbranche (Atoll). Ohne betriebswirtschaftlichen Erfolg. Aus dieser Zeit stammen meine Erfahrungen im Insolvenzrecht. Die Aufarbeitung dieser Erfahrung führte mich zu dem, was ich heute tue.
 
2001 startete ich mit einer »Gründungs- und Entwicklungsberatung für unternehmende Designer«. Seit nunmehr über zehn Jahren arbeite ich als Coach und Trainer, seit einigen Jahren auch als Scout und als Buchautor in der Buchreihe Erfolgreich als Designer.
 
Ich war einige Jahre Mitglied im Deutschen Werkbund und Werkbundrat. 1997 gründete ich das regionale Wirtschaftsförderungs-Netzwerk KölnDesign mit, für das ich seit 2003 die Gründer-/Profitage moderiere. Ferner bin ich Mitglied im Deutschen Designer Club DDC und im Forum für Entwerfen und kooperiere mit Designer-Berufsverbänden in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
 
Seit viele Jahren engagiere ich mich in der Lehre an Hochschulen.
 
Als Experte für Designwirtschaft kooperiere ich mit Einrichtungen der institutionellen Förderung und berate Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen. Ich engagiere mich in der Intitative Kultur- & Kreativwirtschaft der Bundesregierung (BMWi/BKM). Als Coach bin ich in den Beraterdatenbanken der BAFA und der KfW gelistet.
 
Ich betreibe ein Büro für designökonomische Entwicklung und mit Partnern das Institut für designpolitische Entwicklung Unternehmen:Design, beide mit Sitz in Berlin.
 
Ich bin überzeugter Autodidakt, immer auf der Suche nach neuem Denken und nachhaltigen Möglichkeiten. Ich wehre mich gegen Vorurteile und direktiv einseitige Weltbilder. Herrschaft über Andere lehne ich ab – auch über mich selbst.
 
Zu der beruflichen und unternehmerischen Entwicklung kommt die als Vater meines Sohnes. Ich lebe und arbeite in Berlin und Köln.